Die wichtigsten eBook-Formate für eine Veröffentlichung

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Es gibt zahlreiche eBook-Formate für eine Veröffentlichung und von nahezu allen elektronischen Geräten wie Smartphones, eReadern etc. unterstützt werden.

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eBook-Formate

Wer eBooks schreibt oder verkauft, muss sich bei einer Veröffentlichung für ein eBook-Format festlegen. Dabei ist zu beachten, dass der Nutzer das eBook mit möglichst wenig Aufwand und „einfach“ auf seinem Gerät lesen kann, um eine positive Leseerfahrung zu gewährleisten.

Um es dem Leser einfach zu machen, empfehle ich in meiner Anleitung zum eBook schreiben das universelle Format PDF. Wir werden uns gleich auch die alternativen Formate für eBooks im Detail anschauen, damit du weißt, welche Optionen dir zur Verfügung stehen und welche Vorteile sie bieten.

Alle wichtigen eBook-Formate im Überblick

Es gibt zahlreiche Formate für ein eBook. Die einen haben eine große Verbreitung und können auf nahezu allen Endgeräten gelesen werden, die anderen sind sehr speziell und lassen sich nur mit bestimmten Geräten oder Programmen lesen.

Folgende Formate sollte man als eBook-Autor kennen:

Sehen wir uns die eBook-Formate einmal im Detail an:

PDF (.pdf)

adobe PDF

PDF steht für Portable Document Format und ist ein universelles Format für alle elektronischen Geräte. PDF kann in der Regel mit einem Reader (Programm) gelesen werden.

Anders als bei anderen eBook-Formaten, kommt PDF mit dem großen Nachteil daher, dass der Inhalt fest ist und sich nicht dynamisch an die Bildschirmauflösung anpassen kann. Daher ist PDF am besten für Geräte mit hoher Auflösung und weniger für mobile Geräte mit kleiner Auflösung geeignet.

EPUB (.epub)

EPUB steht für „ electronic publication“ und ist ein offener Standard für eBooks. Dieser erlaubt unter anderem eine dynamische Anpassung des Textes auf dem Lesegerät und eignet sich daher bestens für den Einsatz auf eReadern und sonstigen mobilen Geräten.

EPUB kann als Standard für eBooks auf mobilen Geräten betrachtet werden und wird von vielen anderen Formaten als Basis genutzt.

Amazon Kindle (.azw)

Bei diesem Format handelt es sich um ein speziell für die Amazon Kindle-Reader entwickeltes Format, das auf die DRM-Verschlüsselung zurückgreift und kann nur exklusiv auf den eReadern von Amazon gelesen werden.

Kindle-eBook

Es gibt aber auch Programme für Computer, Mac und Handys, die es erlauben, eBooks im Kindle Format zu lesen. Das Kindle-Format wird in der Regel zusammen mit der Publishing-Plattform von Amazon (KDP) genutzt, wo eBook-Autoren ihre Werke bei Amazon veröffentlichen können.

Amazon KF8 (.azw3)

Dabei handelt es sich um das neuere Kindle Format für die Kindle Fire Familie. Das sind die neueren eBook-Reader von Amazon mit höheren Auflösungen und deutlich mehr Leistung und Funktionsumfang.

Auch dieses Format unterstützt DRM, um die Inhalte zu schützen, und kommt neuerdings sogar mit einem Support für Webtechnologien wie HTML5 und CSS3. Es ist mit dem weit verbreiteten EPUB-Format vollständig kompatibel und unterstützt sogar einige Formate anderer eReader, wie zum Beispiel das von Apple iPad oder von Tolino.

Mobi (.mobi)

Das MOBI-Format stammt von der Firma Mobipocket und wird von den Amazon Kindle Geräten vollständig unterstützt. Es gibt sogar entsprechende Tools, um dieses Format in andere bekannte Formate wie EPUB oder PDF umzuwandeln.

Außerdem gibt es Programme für den Computer, zum Beispiel das Verwaltungstool Calibre, um dieses Format und viele andere bequem auf dem PC lesen zu können.

HTML (.html), DOC (.docx) und TXT (.txt)

Ein eBook kann auch in den herkömmlichen Formaten für Dokumente veröffentlicht werden. Beispielsweise kann man das eBook als HTML-Dokument mit integrierten CSS-Gestaltungsanweisungen herausbringen und damit quasi das eBook als schöne Webseite auf dem Lesegerät in einem Web-Browser darstellen.

Noch schneller geht es, wenn man das eBook einfach als DOC oder TXT Dokument ausliefert. Bei diesen Formaten sind jedoch die Gestaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt, wodurch das Leseerlebnis deutlich beeinträchtigt wird.

Außerdem besteht das Problem, dass zumindest das DOC-Format nicht auf allen Endgeräten gelesen werden kann, dafür wird ein Programm von Microsoft benötigt, das Geld kostet. Ein HTML- und TXT-eBook sind also in der Regel einem eBook im DOC-Format in jedem Fall vorzuziehen.

Portable Document Format (PDF) – der Standard

Bei allen meinen eBooks greife ich auf PDF zurück. Es ist ein universelles Format von Adobe. Entsprechende Dateien haben meist die Endung .pdf, woran man deutlich erkennen kann, dass es sich um eine PDF-Datei handelt.

Die Vorteile von PDF sind absolut überzeugend:

Jeder, der sich die Erstellung und Publikation eines eBooks erleichtern möchte und auch viel Wert darauf legt, dass der Kunde/Leser das eBook nach dem Kauf leicht und ohne Probleme lesen kann, sollte definitiv zu PDF greifen.

Der einzige große Nachteil von PDF ist, dass der Inhalt vom Leseprogramm genauso wiedergegeben wird, wie im Dokument festgelegt ist. Aus diesem Grund kann ein PDF auf mobilen Geräten mit kleineren Auflösungen nicht optimal wiedergegeben werden.

Wer seine PDF-Publikationen schützen möchte, hat darüber hinaus die Möglichkeit, das PDF sicher mit einem Password zu verschlüsseln, so kann man beispielsweise verhindern, das der Leser den Text aus dem PDF herauskopieren kann oder gar die Druckfunktion unterbinden.

Geschützte Inhalte durch digitale Rechteverwaltung (DRM)

Bei kommerziellen elektronischen Produkten wie eBooks, Musik oder auch Videos kann man die Inhalte durch eine digitale Rechteverwaltung (DRM) schützen. Damit lässt sich sicherstellen, dass der Nutzer eine Lizenz hat, um das Medium nutzen zu können,

Es gibt Formate für eBooks am Markt, die entweder frei verfügbar und damit universell einsetzbar sind, genauso gibt es Formate, die durch ein Verschlüsselungsverfahren geschützt werden.

Nicht selten kann ein Gerät zwar ein eBook-Format unterstützen, jedoch wegen fehlender Erweiterung für DRM mit dem eBook nichts anfangen, dafür muss in der Regel entweder ein entsprechendes Programm oder Erweiterung nachinstalliert werden.

Die Verschlüsselung macht wirklich nur dann Sinn, wenn man ein großes Business mit digitalen Medien betreiben möchte. Für freie Autoren oder eben kleine eBook-Projekte ist der Einsatz von DRM zu kompliziert und nicht empfehlenswert.

Fazit

Es gibt viele Formate für ein eBook. Die Formate EPUB, PDF und MOBI sind am weitesten verbreitet und werden von viele eReadern unterstützt. Jedes der Formate hat seine Schwächen und Stärken, die man vor der Nutzung genaustens abwiegen sollte.

PDF ist im Grunde der Standard für die meisten elektronischen Geräte mit einer hohen Auflösung. Für mobile Geräte und vor allem Geräte mit einem kleinen Display sind die Formate EPUB und MOBI ideal geeignet.

Außerdem lässt sich ein PDF bei allen großen eBook-Plattformen in ein beliebiges andere spezielle Format umwandeln. Es ist also in nahezu allen Fällen empfehlenswert, sein fertiges eBook als PDF zu erstellen.

Autor
Über Vitali Lutz

Vitali Lutz schreibt gerne nützliche Sachtexte und ist unter anderem ein eBook-Autor mit über 10 Jahren Erfahrung im eBook-Business. Auf dieser Website teilt er sein Wissen mit anderen eBook-Autoren und Self-Publishern.